Würzburger Dommusik: Presseecho

Mainpost, 23.11.2007

Singen und spenden für das südliche Afrika

Benefizkonzert der Würzburger Domsingknaben in Dittelbrunn

„Ich sehe dich“, laute eine Grußformel in der Sprache der südafrikanischen Zulus, so Kapellmeister Martin Berger beim ökumenischen Benefizkonzert der Würzburger Domsingknaben in St. Rochus. Den anderen wahrnehmen, auch wenn er 11 000 Kilometer weit entfernt ist – darum geht es bei einem Hilfsprojekt von Misereor und „Brot für die Welt“ zugunsten von Aids-Waisen im Süden des schwarzen Kontinents.

Zwei Jahre lang haben der Sachausschuss Mission-Entwicklung-Frieden des Pfarrgemeinderats St. Rochus, der ökumenische Arbeitskreis, die Geistlichen beider Kirchen, Gerhard Staudt und seine evangelische Amtskollegin Grit Plößel, diese Hilfsaktion begleitet. Insgesamt 7300 Euro wurden gesammelt, dazu kommen nun die Spenden des Konzerts am Buß- und Bettag.

An die 50 junge Sänger aus Würzburg boten an diesem Feiertag einen ungewöhnlichen musikalischen Auftritt, überzeugten mit atmosphärischer Dichte und sauber vorgetragenen, „frei im Raum schwebenden“ Melodien in einem gut gefüllten Gotteshaus.

Moderne und Tradition, „Ave Maria“ und evangelische Psalmodie, Musikgenuss und Hilfe für den Nächsten: Es wurde vieles zusammen geführt in über einer Stunde Konzert – mit Werken der Barock-Komponisten Andreas Hammerschmidt und Heinrich Schütz, lateinischen Texten von William Byrd oder Psalmen von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Moderne Akzente setzten Kirchenlieder von Peter Planyavsky, Max Reger oder ein estnisches Marienlob von Urmas Sisak. „Standing Ovations“ und Zugabe bildeten den Abschluss dieses würdigen, besinnlichen Beitrags zum Buß- und Bettag.

(ue)