Pressedienst Ordinariat Würzburg, 10. August 2009
Stockholm/
Auf der Stockholmer Insel Riddarholmen erschallte das „Halleluja“ aus Händels „Messias“. Der vierstimmige Gesang wurde hinübergetragen bis in die Altstadt. Eine Verstärkeranlage brauchte der Chor dafür nicht: Die mehr als 4000 jungen Menschen sangen aus voller Brust und mit einem Strahlen in den Gesichtern. Insgesamt kamen 122 Gruppen – aus dem europäischen Ausland, aber auch aus Korea und dem Kongo. Manche Kinder trugen bunte Trachten, viele hatten weiße oder rote Gewänder übergezogen und ein Kreuz umgehängt – so wie sie sonst auch als Chor beim Sonntagsgottesdienst gekleidet sind.
Kardinal Walter Kasper kam eigens aus Rom nach Stockholm. Bei einem Gottesdienst mit den jugendlichen Sängerinnen und Sängern betonte er, Singen drücke die tiefsten Gefühle der Menschen aus: Dankbarkeit, Freude, Hoffnung und Liebe. „Wenn wir auch die Sprachen der anderen nicht verstehen, so verständigen wir uns doch über die Musik. Sie geht auf direktem Weg von einem Herzen in das des nächsten.“
Angetan waren die Würzburger Teilnehmer auch von der fröhlichen Stimmung unter den Teilnehmern: Am dritten Tag des Festivals zogen die Chöre bei einem Sternmarsch von verschiedenen Richtungen singend ins Zentrum Stockholms. Einen Nachmittag lang gestalten Gruppen aus unterschiedlichen Nationen gemeinsame Konzerte in den großen Kirchen der Stadt. Immer wieder stimmten Chöre spontan Mehrstimmiges an. Kardinal Walter Kasper zeigte sich von den Sangeskünsten der Chöre angetan. Es werde ja oft davon gesprochen, dass die Engel im Himmel singen und musizieren, sagte der Gast aus Rom. „Aber wenn ihr singt, dann werden sogar die Engel im Himmel neidisch angesichts eures Könnens. Euer Singen bringt ein Stück Himmel auf Erden.“