Würzburger Dommusik: Presseecho

POW, 22.09.2004

Schmidt Domorganist in Würzburg

38-jähriger Kirchenmusiker aus Düsseldorf tritt zum 1. Januar 2005 Nachfolge von Paul Damjakob an – Domkapitel trifft Auswahl unter 44 Bewerbern – Auch externe Fachleute in der Jury

Würzburg (POW) Stefan Schmidt (38) wird zum 1. Januar 2005 neuer Domorganist an der Kathedralkirche Sankt Kilian in Würzburg.
Das Würzburger Domkapitel gab die Entscheidung für Schmidt am Dienstag, 21. September, bekannt. Schmidt tritt die Nachfolge von Paul Damjakob (64) an, der seit 1962 als Domorganist in Würzburg wirkt und zum 31. Dezember 2004 in den Ruhestand tritt.
Schmidt wurde 1966 in Düsseldorf geboren, wo er auch wohnt. Seine kirchenmusikalischen Studien führten ihn an die Robert-Schumann-Hochschule nach Düsseldorf. Dort studierte er von 1986 bis 1991, unter anderem bei den Professoren Paul Heuser (Orgel), Ulrich Dunsche (Klavier) sowie Heinz Odenthal (Chorleitung). Gleichzeitig arbeitete er von 1987 bis 1991 als Organist und Chorleiter in der Düsseldorfer Pfarrei Sankt Dionysius. Nach dem A-Examen im Jahr 1991 übernahm er die Stelle des Kantors in Düsseldorf-Sankt Peter. Im Dezember 1993 erhielt Schmidt an der Musikhochschule des Saarlandes in Saarbrücken das Konzertexamen im Fach Orgel, geschult von Professor Daniel Roth (Paris). Seit dem Wintersemester 1994/95 ist Schmidt an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf Lehrbeauftragter für Orgel-Interpretation und -Improvisation. Im November 2001 wurde er zum Seelsorgebereichmusiker für Düsseldorf Bilk/Friedrichstadt. Schmidt hat mehrere CDs eingespielt, unter anderem mit Werken von Bach, Reger, Schumann und Franck.
Für die Aufgabe des Domorganisten lagen dem Würzburger Domkapitel 44 Bewerbungen vor. Vier Bewerber wurden zum Probekonzert eingeladen und von einer Jury begutachtet. Zum Expertengremium gehörten Dompropst Weihbischof Helmut Bauer, Domdekan Prälat Kurt Witzel, Domkapellmeister Martin Berger, Kirchenmusikdirektor Gregor Frede, Regionalkantor Peter Schäfer sowie als externe Fachjury Professor Hans-Dieter Möller (Düsseldorf), Professor Franz-Josef Stoiber (Domorganist Regensburg) und Josef Still (Domorganist Trier).
Die Bewerber mussten ihr Können beim Interpretieren von Literaturwerken sowie beim Improvisieren unter Beweis stellen. „Mit Stefan Schmidt haben wir einen erstklassigen Nachfolger für Paul Damjakob gefunden“, bekundete Domkapellmeister Berger seine Freude über die Entscheidung des Domkapitels. Gleichzeitig lobte er die „ausgesprochen gute Qualität“ aller eingereichten Bewerbungen.
Domorganist Paul Damjakob wird Anfang Januar 2005 mit einem großen Abschlusskonzert verabschiedet. Weitere Informationen zum künftigen Domorganisten im Internet unter www.stefan-schmidt-organist.de.

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